Dienstag, 29.12.2020 21:00 Uhr

World Wide Washing von Künstlerduo Willnauer/Gasparitsch

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/Graz, 19.08.2020, 18:34 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 8026x gelesen

Rom/Graz [ENA] Am 28.08.2020 um17 Uhr im NonStopScheiner, Opernring 17 (neben Opernpavillon), Graz, wird die Installation von Bettina Willnauer und Lino Gasparitsch World Wide Washing vorgestellt. Ein Ausgangspunkt der künstlerischen Installation ist ein spiritueller oder konzeptueller Ansatz. Im Gegensatz zum Environment, dessen Ansatzpunkt oft die Auseinandersetzung mit der Alltags- und Warenwelt bildete,

zielt die Installation aber in der Regel nicht auf eine narrative räumliche Inszenierung. Direktere Vorläufer heutiger Installationen sind Kurt Schwitters während des Zweiten Weltkrieges zerstörter Merzbau (1923–1936/37, Hannover) und Oskar Schlemmers nicht verwirklichtes Lackkabinett (1940). Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark (KiöR) rief im März 2020 Künstlerinnen und Künstler zur Einreichung ihrer Projekte in einem offenen, einstufigen Realisierungswettbewerb auf. Eine nicht genutzte, überdachte und öffentlich zugängliche Pavillonarchitektur neben dem Opernpavillon in der Grazer Innenstadt galt es zu bespielen.

Der aus den 1960er-Jahren stammende Pavillon wurde im Auftrag des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark (KiöR) 2019 baulich adaptiert. Mehrere Monate lang wurde rund um die Uhr ein kuratiertes, lautloses Videoprogramm präsentiert, das danach durch performative Projekte ergänzt wurde. Im „Open Call NonStopScheiner“ wurden Künstlerinnen und Künstler dazu eingeladen, innovative Projekte – auch performativer oder installativer Art – einzureichen, mit denen sie das Display temporär bespielen würden.

Das in Wien lebende Künstlerduo Willnauer/Gasparitsch verfolgt mit einer Installation von Salzsteinbecken und fließendem Wasser das Ziel, dem Händewaschen mehr Bedeutung als nur reine Hygienemaßnahme zuzumessen. In der Installation mit Salzsteinbecken, Seife und fließendem Wasser soll das Händewaschen wieder als gemeinschaftliches Ritual etabliert werden.Besonders seit dem Ausbruch von Covid-19 wird das regelmäßige Händewaschen als nützliche Schutzmaßnahme gegen potenzielle Ansteckung thematisiert. Dass sich schon davor ein „Internationaler Hände-Waschtag“ (15. Oktober) etabliert hat, wissen nur die wenigsten.

Als öffentlicher Treffpunkt bietet World Wide Washing im Pavillon NonStopScheiner Raum für ungezwungenen Austausch und lädt dazu ein, das Händewaschen als Einstieg in ein Gespräch zu betrachten.

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